„Junger Mensch, ich sage dir: Steh auf!“

By 3. April 2020Neuigkeiten

Der diözesane Weltjugendtag wird am 5. April begangen. Das Motto des diesjähri­gen katholischen Weltjugendtages lautet „Junger Mensch, ich sage dir: Steh auf!“. Der Satz stammt aus dem Lukasevangelium, in dem Jesus einen jungen Mann wieder zum Leben erweckt. Die Landesleitung von Südtirols Katholischer Jugend ist überzeugt, dass gerade in der aktuellen Situation Hilfe auf unterschiedlichste Weise notwendig ist. Die drei Säulen des Vereins werden mit verschiedenen An­geboten aktiv gelebt.

Der diözesane Weltjugendtag wird am Palmsonntag begangen. Doch aufgrund des Coronavirus finden derzeit keine Gottesdienste und öffentliche Gebete statt. Diese Zeit ist eine Herausforderung, aber dank moderner Technik können sich die Jugendlichen trotzdem vernetzen und neue Formen und Möglichkeiten des Betens ausprobieren.

Besondere Glaubens-Angebote (Christ/in sein)

„Bald ist Ostern, das wichtigste Fest für uns Christen. Natürlich soll in dieser Zeit der Glauben nicht zu kurz kommen. Wir veröffentlichen laufend kreative Ideen, die daheim alleine, in der Familie oder mit Freunden umgesetzt werden können. Außerdem werden wir immer wieder öffentliche Andachten anbieten, bei denen Jugendliche mit anderen  den Glauben gemeinsam erleben können,“ erklärt Simon Klotzner, 1. Landesleiter von Südtirols Katholischer Jugend und meint weiter: „In der Karwoche und an den Ostertagen haben wir ein ganz spezielles Programm vorbereitet. Dazu haben wir uns mit der Katholischen Jungschar Südtirols, den Jugenddiensten und dem diözesanen Amt für Ehe und Familie zusammengeschlossen und religiöse Inputs und Angebote ausgearbeitet.“ So fand bereits eine WhatsApp-Andacht mit über 200 Jugendlichen statt. Eine weitere ist für den 6. April geplant und am Ostersonntag wird um fünf Uhr in der Früh ein Gottesdienst live über Facebook übertragen. Vielleicht können diese Angebote auch helfen, dass sich Jugendliche in der aktuellen Situation weniger alleine fühlen. So wie Papst Franziskus schreibt: “Wie viele junge Menschen weinen, ohne dass jemand den Schrei ihrer Seele hört! Denkt aber gleichzeitig auch daran, dass dieser junge Mann aus dem Evangelium, der wirklich gestorben war, wieder ins Leben zurückkehrte, weil er von jemandem angeschaut wurde, der wollte, dass er lebt. Dies kann auch heute jeden Tag geschehen.“ Simon Klotzner ist es wichtig zu betonen, dass Südtirols Katholische Jugend,  die Jugendlichen unterstützen möchte, trotz dieser aktuellen Umstände so gut wie möglich weiter zu leben. Informationen, Vorschläge und Anregungen zu Aktionen, Gebeten, Andachten und Impulsen sind auf der Website von Südtirols Katholischer Jugend zu finden (www.skj.bz.it).

Jugend schreibt Solidarität groß (Solidarisch sein)

Der Papst erinnert in seinem Schreiben auch daran, dass Solidarität für junge Menschen sehr wichtig ist: „Bei vielen Gelegenheiten zeigt ihr jungen Leute, dass ihr mit-leiden könnt. Man sieht das schon daran, dass viele von euch sich großzügig und hingebungs­voll einsetzen, wenn die Umstände es erfordern. Es gibt keine Katastrophe, kein Erdbe­ben, keine Überschwemmung, bei der nicht viele junge Freiwillige bereit sind, mitzuhel­fen.“ Gerade in der aktuellen Situation ist es für Südtirols Katholische Jugend auch wich­tig solidarisch zu sein: „Aus diesem Grund unterstützen wir die Aktion Nachbarschafts­hilfe und gehen für andere Menschen, die momentan das Haus nicht verlassen können, einkaufen“, erklärt Daniel Donner, 3. Landesleiter von Südtirols Katholischer Jugend. Dem Aufruf über die Sozialen Medien sind sofort viele Jugendliche gefolgt.

Weltjugendtag 2022 in Lissabon (Jung sein)

Der nächste internationale Weltjugendtag findet im Jahr 2022 in Portugal statt. Papst Franziskus lädt in der Botschaft zum heurigen Weltjugendtag herzlich dazu ein: „Ihr liebt es, zu reisen und mit Orten und Personen in Berührung zu kommen, die ihr noch nie zuvor gesehen habt. Ihr liebt es, neue Erfahrungen zu machen.“ Sara Burger, 2. Landesleiterin von Südtirols Katholischer Jugend freut sich jetzt schon: “Wir werden 2022 sicher die Möglichkeit schaffen, dass Südtiroler Jugendliche gemeinsam nach Lissabon fahren können und zusammen mit Jugendlichen aus der ganzen Welt Gemeinschaft und Glauben erfahren können.“

 

Den Ursprung haben die Weltjugendtage 1984, damals lud Johannes Paul II. zum „Internationalen Jubiläum der Jugend“ nach Rom ein. Eigentlich als einmaliges Ereignis geplant, war die Begeisterung aber so groß, dass Papst Johannes Paul II. das „Jahr der Jugend“ der Vereinten Nationen 1985 zum Anlass nahm, den Weltjugendtag zur festen Einrichtung zu erklären. Seither findet dieser jedes Jahr statt: alle zwei bis drei Jahre als internationaler Weltjugendtag, in den Jahren dazwischen als regionale Weltjugendtage in den einzelnen Diözesen. Der Papst veröffentlicht vor jedem Weltjugendtag eine Botschaft an die Jugendlichen, in der er unter anderem das Motto auslegt.